Eduardo Paolozzi

 
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Eduardo Paolozzi

Edinburgh 1924
- London 2005


1924 wird Eduardo Paolozzi in Edinburgh als Sohn italienischer Eltern geboren. Stationen seiner Ausbildung sind: 1943 Studium am College of Art in Edinburgh, 1944 an der St. Martin's School of Art in London und schließlich 1945-47 an der Slade School of Art, die damals ihren Sitz in Oxford hatte. Außereuropäischen Kunstwerken beeinflussen sein Frühwerk in dieser Zeit. Von 1947-49 lebt Paolozzi in Paris, wo er unter anderem Arp, Brancusi, Giacometti und Léger kennenlernt und sich mit dem Surrealismus sowie der art brut auseinandersetzt. Paolozzi gehört 1952/53 zu den Mitbegründern der "Independent Group" in London. Diese Gruppe diskutiert schon früh Gedanken zur Einbeziehung der Trivialkultur und gibt so für die Entstehung der englischen Pop-Art entscheidende Impulse. In dieser Zeit beginnt Paolozzi auch im Ausland bekannt zu werden. An der Biennale in Venedig nimmt der Künstler 1952 und 1960 und 1959 an der documenta II in Kassel. Paolozzis frühen Plastiken, Ende der fünfziger Jahre, sind plumpe Roboter, totemhafte Archetypen des technischen Zeitalters. Eine radikale Wandlung erfährt das skulpturale Werk Paolozzis 1961 durch die Benutzung vorgefertigter Gußformen aus Aluminium und Messing, in denen das Moment des Dämonischen einer Huldigung an die maschinenhafte Technik der Moderne weicht. Der Künstler beschäftigt sich neben seiner bildhauerischen Tätigkeit mit Graphik, Keramik und Film und arbeitet darüber hinaus im schriftstellerischen Bereich. Eduardo Paolozzi lehrt von 1949 bis 1955 Textildesign an der Central School of Art and Design in London und von 1960 für zwei Jahre an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Von 1977 bis 1981 ist der Künstler Professor an der Fachhochschule in Köln. An die Akademie der bildenden Künste nach München wechselt Paolozzi 1981, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1994 lehrt. 1989 erhält Eduardo Paolozzi den Ritterschlag. Ein Hauptteil seines Werkes und seiner Bibliothek, sowie eine Rekonstruktion seines Ateliers befindet sich seit 1999 in der zur schottischen Nationalgalerie gehörenden Dean Gallery. Eduardo Paolozzi stirbt in London im April 2005.
Werke für den öffentlichen Raum wie die Ausgestaltung der U-Bahn-Station Tottenham Court Road in London mit Farbmosaiken, die Realisierung des Rheingartenprojektes in Köln oder die Gußeisenskulptur "Piscator" für den Euston Square in London gehören zu Paolozzis bekanntesten Arbeiten.